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Wie man jedes Tennismatch gewinnt?

Man trägt einfach das nachfolgenden T-Shirt!

Jeder weiß, dass Doppelfehler ansteckend sind! Deshalb ziehst Du einfach das nachfolgende Shirt zum nächsten Spiel an und Dein Gegner wird sich erstmal totlachen.
Danach jedoch… wird er darüber nachdenken und so viele Doppelfehler machen, wie nie zuvor. 😉

In jedem Fall habt ihr beide eine Menge Spaß. Soviel ist sicher!
Spätestens wenn er nach dem Match zu Dir kommt und für 20 Doppelfehler abkassieren will…
Natürlich erklärst Du ihm dann, dass das nur für amerikanische Tennisspieler gilt oder dass es erst ab 21 Doppelfehler zur Auszahlung kommt oder dass Du leider nur Euros bei Dir hast, etc…
Deiner Fantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt! 😉

Ideal auch als Geschenk vor dem Match – oder als Geschenk für Teamkollegen.

Zum Bestellen einfach auf das Shirt klicken.

Tennis T-Shirt

So gewinnt man jedes Tennismatch

Ein Buch über New York gibt’s jetzt auch auf Amazon

„Nie wieder New York“ – Zwei verrückte Jahre in New York City von Wolfgang Gabler – gibt es jetzt auch als Kindle eBook und auf dem iPad zu lesen.

Das spannende Buch, das man auch als Ratgeber für Auswanderer verstehen kann, wird von vielen Lesern hochgelobt und ist trotzdem ein großer Lesespaß.
New York wird darin nicht nur als Hochglanz-Metropole dargestellt, sondern als Stadt, in der zu leben gar nicht mal so einfach ist.

Viele witzige und äußerst kuriose Begebenheiten bringen garantiert jeden Leser zum Lachen. Außerdem ist das Buch auch deshalb sehr spannend, weil der Autor mit
Leonardo DiCaprio, Will Smith, Tyra Banks, Dave Gahan von Depeche Mode und noch ein paar anderen Prominenten unter einem Dach gelebt hat.

Das Gebäude „Riverhouse“, in dem die Prominentendichte höher ist als in jeder Wetten Dass-Sendung, steht in Battery Park City, einem sehr schönen Stadtteil von Manhattan.
Früher war es dort so ruhig, wie in der badischen „Weltstadt“ Karlsruhe aus der die Familie Gäbler nach Amerika gezogen ist.
Dann kamen die Fähren und fingen an Leo und Wolfgang aus dem Bett zu hupen… Wolfgang konnte nicht mehr schlafen und wurde deshalb im ZDF Nachtjournal als Karls-RUHE-r Fährenkämpfer durch den Kakao gezogen.
Aber warum auch nicht. Wenn man selbst nichts mehr zu lachen hat, ist es erst so richtig schön, wenn sich halb Deutschland über einen lustig macht… 😉

Insgesamt umfasst das Buch 40 Kapitel, die auch für den Tennisfan Interessantes zu bieten haben.

Wer sich also mit dem Gedanken trägt unbedingt mal in New York leben zu wollen, dem kann ich dieses Buch wärmstens empfehlen.
Natürlich auch deshalb, weil ich es selbst geschrieben habe… 😉

Amazon Deutschland: http://amzn.to/2d9DlgB

Amazon USA: http://apple.co/2d4WjZL

NEU: Jetzt gibt es mein Buch auch als gedrucktes Buch zu kaufen!

Die Familie Gäbler

Die Familie Gäbler in New York


Nie Wieder New York – Morgens um 6 auf der Parkbank

Zwei Jahre haben wir in New York City gelebt und viel Spaß gehabt, aber auch nicht so Schönes erlebt.
In meinem Online-Buch „Nie Wieder New York“ kann man unsere gesammelten Erlebnisse nachlesen und natürlich kommt auch das Thema „Tennis in New York City“ darin vor.

Nachfolgend der Anfang des Kapitels „Morgens um 6 auf der Parkbank“

„Es soll Menschen geben, die sich nicht vorstellen können, wie viel man tun muss, um ein guter Sportler zu werden und zu bleiben. Es soll außerdem Menschen geben, die Sport an sich für einen viel zu anstrengenden und vollkommen überflüssigen, sogar gefährlichen Zeitvertreib halten. Winston Churchill hat ja angeblich den Satz: „Sport ist Mord!“ zum Besten gegeben und wurde trotzdem 91 Jahre alt. Wie alt er wohl –mit- Sport geworden wäre?

Wer also zu der Spezies gehört, die Sport eher ablehnend gegenüber steht, sollte jetzt wirklich nicht weiterlesen. Mein wahrscheinlich schon ziemlich schräges Image eines bekloppten Deutschen, der unbedingt mal in New York leben musste, könnte in diesem Kapitel weiteren ernsthaften Schaden nehmen… 😉

Aber erstmal von vorne. – Als sehr junger Kerl, der nicht so recht wusste, was er mit seinem Leben anfangen sollte, habe ich diverse Sportarten ausprobiert. Nach Moped fahren, Luftpistole schießen und Obst klauen, bin ich dann zuerst beim Judo gelandet – und war gar nicht mal so schlecht darin. Hatte ich schon erwähnt, dass ich sogar Kreismeister Nordschwarzwald geworden bin? Leider roch es aber in der Judo-Umkleide immer so streng und überhaupt waren viele Judoka nicht unbedingt auf meiner Wellenlänge, weshalb ich einen Sport suchte, der mir etwas bessere Duft-Erlebnisse bot und vielleicht sogar im Freien stattfand.“

Hier weiterlesen…….

Midtown Athletic Club – USTA Level 6 – B10 Tennisturnier in Florida

Was für ein Turnier… Quentin hat in der Vorrunde alle Gegner ohne Schwierigkeiten besiegt, hatte aber zum ersten Mal eine leichte Gruppe erwischt.

Möglicherweise deshalb, weil zuerst sein Trainingspartner Lucas Bikkesbakker in der gleichen Gruppe eingeteilt war. Wahrscheinlich hatte der Vater von Lucas, eine Email an den Veranstalter geschrieben und darum gebeten, die Beiden in unterschiedlichen Gruppen einzuteilen.
Insgesamt nahmen am Turnier über 150 Kinder teil, davon waren 20 Kinder B10s, d.h. Kinder im Alter von 10 Jahren und jünger. Das L6 Level, das hier gespielt wird, ist die höchste Spielklasse für reguläre B10 Turniere, zusätzlich als „Advanced“ (Fortgeschritten) gekennzeichnet.

In den letzten fünf Turnieren, war Quentin, der ja erst 8 Jahre lat ist, immer in der schwersten Gruppe, bezogen auf die Rangliste. Dieses Mal war es anders, aber das ist für ihn nicht unbedingt ein Vorteil, weil er sich dann an das schwächere Niveau anpasst.
Nachdem er alle Vorrunden-Spiele gewonnen hatte:

Quentin Gabler d. Andrew Whitby 4-0-4-0
Quentin Gabler d. Santiago Fusco 4-1; 4-1
Quentin Gabler d. Reece Daniels 4-1; 4-0

– spielte er in der Hauptrunde im ersten Spiel gegen Christian Kulendran, gegen den er schon zweimal bei anderen Turnieren gespielt und gewonnen hatte. Jedes Mal war es aber ein sehr harter Fight. Christian ist schon 10 Jahre alt und hat einen Tennistrainer als Vater. Außerdem geht er nicht zur normalen Schule, sondern macht, was in Florida möglich ist, sogenanntes „Home Schooling“, damit er noch mehr Tennis spielen kann. Seine Mutter lernt dann, sogar auf Turnieren, mit ihren anderen Kindern. Die Familie hat immerhin 4 Kinder, von denen drei sportlich sehr aktiv sind.

In jedem Fall spielten Christian und Quentin gegeneinander. Das letzte Spiel bei einem anderen Turnier hatte Quentin nach einem unglaublich umkämpften ersten Satz, der über eine Stunde dauerte und im Tiebreak endete, gewonnen. Beide haben bei diesem Turnier allerbestes B10-Tennis gezeigt. Nach dem ersten Tiebreak-Satz, der 9:7 endete war allerdings Christian’s Widerstand gebrochen und Quentin gewann den zweiten Satz relativ einfach mit 4:1. Der erste Satz war aber wirklich unheimlich spannend und Christian spielte großartiges Angriffstennis, während Quentin dagegen hielt. Wenn Christian das Tempo auf für B10s wirklich unglaubliches Tempo steigerte, tat Quentin das Gleiche und noch ein wenig mehr.

Beim gestrigen Turnier war aber alles anders. Christian und Quentin starteten sehr nervös und spielten beide extrem zurückhaltend. Nash, Christian’s Vater, und ich konnten nicht richtig verstehen was vor sich ging. Beide hatten offensichtlich so viel Respekt voreinander, dass keiner den ersten Fehler machen wollte. Trotzdem spielte Christian, der auch größer und wie gesagt schon 10 ist, mit seinem neuen Schläger etwas kraftvoller als Quentin – und ging mit 2:0 in Führung. Bei einem Seitenwechsel sah ich wie Quentin’s Hand erheblich zitterte. Das hatte ich bis jetzt bei ihm noch nie gesehen. Die Rallies waren sehr lang, aber auch sehr verhalten. Beide spielten einfach den Ball in’s Feld, bis der andere die Konzentration verlor und einen Fehler machte.
Wie auch immer Quentin das machte, plötzlich holte er auf und gewann den ersten Satz mit 4:2.

Im zweiten Satz kehrte Christian das Spiel aber um und spielte engagierter, aber immer noch viel verhaltener als beim letzten Turnier. Beide schlagen einen relativ starken Topspin auf Vor- und Rückhand, aber die Bälle waren teilweise so kurz, dass wir kaum zusehen konnten. Natürlich ist das insofern relativ, weil beide immer noch mit Leichtigkeit viele andere Spieler in diesem Turnier besiegt hatten. Christian gewann den zweiten Satz mit 4:2 und Quentin weinte
Es kam wie es kommen musste, nämlich zum Match-Tiebreak. Das Spiel dauerte schon fast 2 Stunden. Hier kommt jetzt aber eine von Quentin’s herausragenden Stärken in’s Spiel: Wenn es wirklich darauf ankommt, spielt er sein bestes Tennis. Er wird nicht nervöser, sondern ist noch fokussierter und willensstärker als unter normalen Umständen.

Vor einem Match-Tiebreak dürfen Eltern oder Trainer die Kinder bis zu 3 Minuten coachen. Ich sprach mit Quentin und Nash mit Christian. Als der Match-Tiebreak losging, spielte Christian wieder echtes Angriffstennis. Er hielt es aber nur bis zum 3:3 durch, weil Quentin durch Christian’s harte Schläge eher stärker als schwächer wurde. Quentin gewann schließlich den Match-Tiebreak mit 7:5 – und wir Eltern fielen uns in die Arme. Was für ein spannendes Spiel! Was für Höhen und Tiefen! Beide hätten den Sieg verdient gehabt. Christian weinte vor Enttäuschung nach dem dritten in Folge verlorenen Match gegen Quentin.

Der nächste Gegner wartete aber schon. Es handelte sich um Quentin’s anderen Trainingspartner, der auch schon fast 10 Jahre alt ist. Bjorn Asbjornrod.

Nachdem Quentin’s letztes Match immerhin 2 Stunden dauerte, würde er normalerweise eine Pause von mindestens einer Stunde bekommen. Heute war aber der Terminplan eng und Quentin durfte sich nur 40 Minuten ausruhen. Er hatte außerdem Hunger und aß erstmal eine Portion Spagetti. Bjorn wollte aber unbedingt möglichst schnell anfangen und setzte Quentin unter Druck. Unter anderem meinte er, dass er Quentin heute gnadenlos besiegen würde. Man muss dazu wissen, dass Bjorn vor ein paar Monaten tatsächlich noch besser als Quentin war, beide zusammen aber auch schon einmal ein Doppel-Turnier gewonnen haben.

Bevor sie anfingen, gab‘ ich Quentin noch ein paar Tips. Bjorn hat tatsächlich sehr harte Schläge, aber er ist nicht so „consistent“ (beständig) wie Quentin. Ich sagte ihm also, dass er ihn viel laufen lassen muss, links rechts, links rechts und außerdem schon bei den ersten Schlägen durchziehen muss. „Nur wenn Bjorn das Gefühl hat, dass Du heute stärker bist, wird er unruhig werden.“ Quentin setzte das wirklich in die Tat um und liess im ersten Satz keinen Zweifel aufkommen, dass er gewinnen wollte. Der Satz endete 4:2 für ihn. Im zweiten Satz versuchte Bjorn ihn mit extrem hohen Bällen zu ärgern. Das hatte schon beim letzten Training funktioniert – und Quentin wurde richtig sauer und spielte nicht mehr mit. Er verlor den zweiten Satz 1:4. Keine guten Vorraussetzungen für einen Match-Tiebreak.

Aber Quentin drehte im Match-Tiebreak wieder auf und gewann mit herzhaftem Angriffstennis den Match-Tiebreak mit 7:5. Björn war wütend und schoss die Bälle aus dem Platz. Seine Mutter Kati beglückwünschte Quentin sehr lieb und hoffte, dass er jetzt das Turnier gewinnen würde.

Der nächste Gegner war Victor Yegres. Quentin wusste nicht, dass er ihn schon kannte. Aber ich wusste es. Vor ca. 6 Monaten als Quentin sein allererstes USTA Turnier gespielt hatte, trat er gegen ihn an – und verlor 3:4 1:4. Schon damals hatte Victor eine tolle Schlagtechnik, genauso wie Quentin, aber auch er ist schon älter als Quentin. Damals war er auch noch größer. Mittlerweile hatte Quentin ihn eingeholt.

Nach nur 25 Minuten Pause für Quentin ging es um 17:30 los. Victor hatte 1,5 Stunden Pause gehabt.

Die Sonne war nach einem sehr schönen, aber auch sehr warmen Tag schon untergegangen und es liefen nur noch die Final-Spiele bei den Jungs und Mädchen der Altersstufe 10. Neben dem normalen Finale, das Quentin gleich spielen würde, gab es auch noch das Consolation-Finale, in dem die Spieler, die in der Vorrunden-Gruppen 3. und 4. geworden waren, spielten.

Beide begannen sehr angriffslustig. Victor hatte hervorragende Aufschläge, keine Schwäche auf Vor- oder Rückhand und auch einen sicheren Volley. Außerdem waren seine Schläge sehr platziert und zeitweise extrem hart. Er ging auch gleich mit 2:0 in Führung und Quentin musste wieder aufholen, was ihm aber gelang. Das Tempo war herausragend, die Rallies waren lang und es war wahnsinnig spannend. Nach jedem Aufschlaggewinn zog der Gegner immer nach und es kam zum Tiebreak im ersten Satz. Quentin rutschte im Tiebreak nach einem sehr harten Schlag seines Gegners, den er gerade noch erreichen konnte, aus und blieb regungslos mit dem Gesicht im Sand auf dem Boden liegen. Sein Gegner und ich kamen sofort angelaufen und fragten ob alles in Ordnung sei. Er blieb aber bestimmt 5 Sekunden lang liegen, bis er überhaupt eine Regung zeigte. Als Außenstehender durfte ich aber den Platz nicht betreten und Victor durfte nicht auf die andere Seite des Netzes. In diesem Moment war aber der Veranstalter anwesend, ging zu ihm und half ihm auf. Er kam mit sehr schlecht gelauntem Gesichtsausdruck zu mir und ich goss ihm kurz Wasser über die Hände. Auch dass ist normalerweise, während des Spiels, nicht erlaubt, aber niemand sagte etwas. Victor spielte beherzt weiter und gewann den Tiebreak mit 7:4. Quentin weinte und war vollkommen aufgelöst.

Ich beruhigte ihn mit 2 Sätzen, da es auch beim Seitenwechsel nicht erlaubt ist, mit den Spielern zu sprechen bzw. sie zu coachen.

Was ich wirklich an Quentin liebe, er gibt nicht auf. Trotz des ersten Satzes und des Weinens spielte er nicht schwächer, sondern stärker. Jetzt zeigte er, dass er genauso harte und platzierte Schläge im Repertoire hatte wie Victor. Er jagte ihn durch die Gegend und mehrfach klatschte die Familie des Gegners auch für Quentin. Aber Victor gab ebenfalls nicht auf und natürlich klatschten wir genauso für ihn. Einmal klatschte sogar Quentin nach einer Starken Rally, bei der Quentin zum Schluß überlobbt wurde. Trotzdem hatte Quentin das Zepter jetzt in der Hand. Victor war auch eine Idee unaufmerksamer und machte hin und wieder einen Fehler. Allerdings so gut wie keine Unforced Errors. Beide spielten fokussiert und wollten unbedingt am Schluß als Sieger vom Platz gehen. Quentin war jetzt aber eindeutig im Vorteil. Alle Schläge waren sehr konstant und zwischendurch griff er plötzlich an. Der zweite Satz endete 4:1 für Quentin.

Schon wieder ein Match-Tiebreak. Bis zum Stand von 4:4 spielten beide im Tiebreak vollkommen auf Augenhöhe. Keiner schien nervös zu sein, nur die Eltern saßen da und schwitzen erheblich. Meinen Herzschlag konnte man wahrscheinlich drei Häuserblocks weiter auch noch hören…
Quentin blieb aber ruhig und zog plötzlich mit starken Schlägen nach rechts und links auf 6:4 davon. Victor war aber noch nicht am Ende und verkürzte mit einem starken Return auf 6:5. Quentin hatte noch einen Aufschlag. Sein erster Aufschlag kam mit guter Geschwindigkeit über’s Netz. Victor retournierte auf Quentin’s Vorhand und Quentin zog richtig durch auf Victor’s Vorhand. Victor war einen Augenblick zu spät dran und erwischte den Ball nicht richtig. Er landete im Netz. 7:5 für Quentin. Alle klatschten laut. Es war jetzt 19:15 Uhr…

Ein ganz schön anstrengender Tag ging zu Ende. Victor und Quentin bekamen ihre hübschen Trophäen und posierten für unsere Kameras.

Quentin meinte später noch, er würde sich fühlen, wie in einem Tagtraum… das ging seinen Eltern nicht anders! 😉

PS: Wenn sie ihr Kind auch auf einem USTA-Turnier in Florida spielen lassen wollen oder vielleicht selbst sogar hier spielen wollen, lassen sie es uns wissen. Normalerweise können wir die Anmeldung in kürzester Zeit realisieren.

Quentin Gabler und Victor Yegres

Quentin Gabler und Victor Yegres

Quentin Gabler #USTA #Florida #USA #Tennis #B10

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Wie wird mein Kind zum Tennis-Superstar?

Gibt es darauf überhaupt eine Antwort? Und wenn ja, würden das viele Eltern gerne wissen, soviel kann ich mit Sicherheit sagen. Woher ich das weiss?

Die Antwort darauf ist relativ einfach. Seitdem unser Junge, Quentin Gabler, mit ca. 5 Jahren angefangen hat Tennis zu spielen, hat sich unser Leben radikal verändert.
Im Endeffekt dreht sich mittlerweile alles, außerhalb der normalen Arbeit, hauptsächlich um Tennis. Die Menge der Tennisplätze, Tennisclubs und Eltern von Tennis spielenden Kindern, die wir in den letzten Jahren kennen gelernt haben, ist kaum noch abzuschätzen.

Angefangen hatte das ganze schon in Deutschland im Sportpark Faßbender in Eggenstein, dessen Cheftrainer Jürgen Faßbender jr. ein guter Freund von uns ist. Am Anfang spielte Quentin, wie alle Kinder, die mit 5 Jahren diesen Sport entdecken, nur zum Spaß und auch nur, um sich mit guten Freunden die Zeit zu vertreiben. Richtiger Ehrgeiz war da noch keiner vorhanden, zumindest nicht der Ehrgeiz, den manche Eltern schon in diesem Alter von ihren Kindern erwarten.

Für mich ist das immer wieder ein ziemlich interessantes Erlebnis, wenn die Eltern außerhalb des Tennisplatzes, bei Turnierspielen ihrer Kinder, ehrgeiziger zu sein scheinen, als die Kinder selbst. Natürlich ist es extrem spannend, wenn man dem eigenen Kind zusieht und erlebt, wie es durch die Höhen und Tiefen eines Tennisspiels geht. Aber genau hier gibt es die erste Regel auf dem Weg zum erfolgreichen Tennisspieler: Wenn das Kind nicht den „Gewinner“ in sich hat, können die Eltern noch so ehrgeizig sein, es wird nichts helfen!

Manche Eltern, die ich getroffen habe, würden jetzt laut widersprechen und Bücher über André Agassi oder Rafael Nadal anführen, die beide in extremen Masse von ihrer Familie schikaniert und zum Tennis gezwungen wurden, um erfolgreich zu sein. Daraus eine Regel abzuleiten, halte ich aber für vollkommen falsch. Wie „hart“ oder, positiver ausgedrückt, „fokussiert“ man auch die Kariere seines noch sehr jungen Kindes voran treibt, im Endeffekt macht es überhaupt keinen Sinn, wenn man es damit übertreibt. Das führt irgendwann nur zu einer Verweigerungshaltung, die dann in keinem Fall mehr etwas Positives hervorbringen kann.

Aber, werden manche sagen, André Agassi wurde doch so sehr von seinem Vater getriezt, dass er in seinem Buch sogar feststellt, dass er „Tennis hasst“ und er wurde trotzdem einer der erfolgreichsten Tennisspieler aller Zeiten.

Ja, das ist zwar richtig, aber das war André Agassi und nicht irgendjemand anders. In seinem Buch beschreibt er selbst, dass seine Schwester ebenfalls sehr begabt war, aber dem Druck des Vaters mit Verweigerung entgegen getreten ist. Anders ausgedrückt, André oder Rafael waren Kinder, denen der Druck der Familie nicht so viel ausgemacht hat, dass sie sich dem Sport gänzlich verweigert hätten. Man kann Kinder aber nicht zum Gewinnen zwingen. Man kann sie motivieren oder vielleicht auch mal geschickt „manipulieren“, aber bei den meisten Kindern wird zu viel elterlicher Druck zu nichts führen, außer dass der Familiensegen schief hängt und die Kinder immer weniger Spaß am Tennis spielen haben.

Das Kind muss es einfach in sich haben. Das Kind muss, ganz natürlich, von sich aus gewinnen wollen – und eines ist sicher, sowohl Rafael Nadal als auch André Agassi wollten gewinnen. Das hat ihnen keiner beigebracht, dass war schon da als sie zur Welt kamen. Die Eltern haben dann irgendwann erkannt, dass sie da ein Kind haben, dass Spaß daran hat zielgerichtet und willensstark um jeden Punkt bei einem Tennisspiel zu kämpfen. Wenn man das hat, dann kann man vieles tun, was das Kind weiter bringt, aber die Dosierung dieser „Unterstützung“ oder „Lenkung“ hängt in starkem Maße vom entsprechenden Kind ab.

Quentin beispielsweise, hat schon als 7-jähriger sechs Stunden intensives Tennistraining pro Tag als etwas richtig Tolles empfunden. Dafür sind wir jedes Mal auch noch eine Stunde zur John McEnroe Tennis-Akademie (in New York auf Randall’s Island) gefahren. Aber selbst das war ihm egal, obwohl wir immer 30 Minuten davon im Stau standen und ich am verzweifeln war. Er wollte unbedingt da hin und hatte dann einen Riesenspaß.

Natürlich ist er ein vollkommen normales Kind und findet auch viele andere Dinge interessant, wie z.B. eine Xbox One, ein iPad oder einen Computer. Er schaut auch gerne TV, liest wie ein Verrückter, findet Musik super und hat überhaupt Interesse an vielem, was auf diesem Planeten so passiert.

Trotzdem ist er sehr stark in seinen Interessen auf Tennis fixiert und spielt (freiwillig) fast jedes Wochenende, zusätzlich zum normalen Training, auf einem anderen Tennisturnier.

Woher kommt das? Die Antwort ist auch hier relativ einfach. Er hat einen unheimlichen Spaß, wenn er dort hin geht, Freunde trifft und um Punkte spielt, möglicherweise am Ende sogar einen Pokal mit nach Hause nimmt. Jetzt kann man einwerfen, dass das natürlich leicht gesagt ist, wenn man wie Quentin, die meisten gewonnenen Spiele in seiner Altersklasse (B10 = 10 Jahre alt und jünger) in der USTA Florida vorweisen kann.

Ja, das stimmt natürlich.

Aber die Geschichte fängt bei ihm ja genau so an, wie bei allen anderen. Bei seinem allerersten USTA-Turnier hier in Florida, hat er erstmal alle Spiele verloren. Unter anderem hat er auch gegen den Jungen gespielt, der dann Erster in diesem Jahr in ganz Florida geworden ist – bei den sogenannten „Nationals“. Viele Kinder (und Eltern) werfen nach so einem ersten Misserfolg die Flinte ins Korn und suchen sich einen anderen Zeitvertreib. Tatsächlich gibt es in Florida eine Statistik, die besagt, dass weniger als 20% der Kinder, die beim ersten Turnier verlieren, jemals ein zweites Turnier spielen.

Ich kann auch das sehr gut nachvollziehen. Quentin hatte vorher schon ein paar Turniere, in seiner Tennis-Akademie und auch außerhalb, gewonnen, als er das erste Mal ein USTA-Turnier spielte. Wie frustrierend es ist, dann drei Spiele gegen verschiedene Gegner zu spielen und mit drei Niederlagen nach Hause zu gehen, weiss nur der, der das selbst schon erlebt hat. Vorher glaubt man nämlich, bestärkt durch die Erfolge im eigenen Umfeld, dass das eigene Kind schon sehr gut ist. Geht man dann dorthin, wo die richtig guten Kinder spielen, hat man plötzlich das Gefühl, dass die bisherigen Leistungen überhaupt nichts wert sind.

Quentin wurde außerdem mehrfach von Schiedsrichtern ermahnt, seinen Schläger nicht vor Wut auf den Boden zu schlagen. Er konnte sich aber nur sehr schlecht beherrschen, weil er immer wütender wurde. Zum Schluß kam er frustriert und weinend vom Platz und lamentierte darüber, dass er der Schlechteste von allen sei – und daran war er absolut nicht gewöhnt.

Was sagt man ehrlicherweise zu seinem Kind in so einem Fall?

Man findet Argumente wie „Das war dein erstes USTA-Turnier.“, „Das ging am Anfang allen so.“, „Du hast trotzdem sehr gut gespielt.“, bis das Kind dann entgegnet: „Warum habe ich dann zu Null verloren, wenn ich gut gespielt habe?“. Genau jetzt wird es natürlich schwierig für die Eltern. Ich habe Quentin daraufhin erklärt, was auch richtig war, dass alle anderen schon viel mehr Turniere gespielt hatten als er und das er ganz sicher, genau so gut wie die anderen werden würde, wenn er sich weiter anstrengt.

Und was hat er gemacht? Er trainierte wie ein Wilder und hat sich im Training noch mehr verausgabt. Im zweiten USTA-Turnier, nur zwei Wochen später, hat er dann schon eine Medaille gewonnen, danach viele Pokale und spielt jetzt mittlerweile als 8-jähriger schon auf Turnieren mit 12-jährigen. Wieviel größer diese 12-jährigen Jungs sind, kann man sich, glaube ich, gut vorstellen.

Und hier kommt die zweite Regel: Unterstütze Dein Kind, wo und wie auch immer Du kannst.

Wir fahren, wie schon erwähnt, so gut wie jedes Wochenende auf irgendein Turnier. Quentin trainiert jeden Tag, nach Schule und Hausaufgaben, zwei Stunden. Das ist mit einem erheblichen Zeit- und Geld-Aufwand der Eltern verbunden. Keinesfalls haben wir immer Lust unser Wochenende auf einem Tennisturnier zu verbringen, außerdem haben wir noch zwei andere Kinder: Ein 15-jähriges Mädchen und Quentin’s Zwillingsbruder Rafael, der gar kein Interesse an Tennis zeigt. Wie schwierig es ist, das alles manchmal unter einen Hut zu bringen, weiss jeder, der mindestens zwei sportlich aktive Kinder hat. Auch die anderen Kinder fordern Aufmerksamkeit und wollen mal etwas Schönes mit der Familie erleben.

Jetzt hat man aber diesen begeisterten und erfolgreichen Tennisspieler in der Familie. Was kann man da noch für die anderen Kinder machen? Novak Djokovic’s Vater hat einmal gesagt, dass er in gar keinem Fall wolle, dass seine anderen Kinder auch „Tenniswunderkinder“ würden. Er hätte nämlich mit einem schon genügend zu tun. – Das ist leider, die absolute und unumstössliche Wahrheit.
Man kann diese Zeit und den Aufwand, den man für dieses eine Kind investiert, leider für die anderen Kinder nicht einfach auch noch aus dem Hut zaubern. Insofern müssen die anderen Kinder zurück stecken und man selbst hat dabei immer ein schlechtes Gewissen.
Aber welche ernsthafte Wahl hat man hierbei? Leider so gut wie keine. Der Tag hat 24 Stunden und nicht mehr und aus Quentin könnte tatsächlich ein richtig guter Tennisspieler werden.

Soll man diese Chance ungenutzt vorbei gehen lassen, wenn dieses eine Kind möglicherweise eine besondere Begabung hat?

Leider weiss man ja auch nie so genau, wie groß die Begabung wirklich ist. Wer kann das schon ernsthaft sagen mit 8 Jahren?! Mehr Gewinne als jeder anderer Junge in Florida (B10 USTA Florida) zu haben, ist schon mal gar nicht schlecht, gerade auch weil Florida ein richtig hartes Pflaster für (junge) Tennisspieler ist. Hier spielen und trainieren so viele richtig gute Kinder, dass kein Kind in der Lage ist alle Spiele zu gewinnen. Deshalb sind die Turniere auch immer sehr spannend und oft nervenaufreibend. Aber was gibt es Besseres! Quentin gibt nie auf, selbst dann nicht wenn er auf B12-Turnieren gegen einen Top-gesetzten 12-jährigen spielt, der ihn zu Null vom Platz putzt… auch dann kämpft er bis zum absolut letzten Ball.

In jedem Fall ist es noch ein sehr langer Weg bis zum ATP-Profi, der dann ja auch noch genügend Geld mit Tennis verdienen muß, um davon wirklich leben zu können.

Was Quentin bis jetzt geleistet hat, ist ein guter Anfang, aber ohne seine unbedingte Bereitschaft jeden Tag zu trainieren und fast jedes Wochenende an einem Turnier teilzunehmen, wäre das nicht möglich. Wir werden diesen Weg in jedem Fall weiter verfolgen und sehen wohin er führt, auch wenn er (für die Eltern;-)) nicht immer wirklich einfach ist.

Insofern lautet die Antwort auf die Frage „Wie wird mein Kind zum Tennis-Superstar?“:

Nur mit Hilfe von extrem engagierten Eltern und einem genau so motivierten Kind.

Hier noch zwei Videos von Quentin (als er gerade 8 geworden ist):

Quentin ist übrigens genauso wie Novak Djokovic zu 50% kroatisch, d.h. seine Mutter ist auch Kroatin… 😉 Da muss er ja – logischerweise – extrem gut werden! 😉

Aktuelle Rangliste B10-Florida: USTA B10 Ranking List Florida


Kommentare jeder Art sind absolut erwünscht.

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Sharapova zeigt lustige Reaktion auf Tennis Trickshot


Einzig und allein Andy Murray gelang der „Kick Flip“ Trick Shot in Level 11. Was bei Stefan Bojic spielerisch aussieht ist definitiv nicht so leicht. Sharapova, Tomic und Gasquet scheitern mit ihren Versuchen und wirken ratlos.

Beim „Kick Flip“ Trick Shot wird der Ball mit dem Rahmen jongliert und während der Ball in der Luft ist, muss der Schläger einmal geflippt werden.

In insgesamt 15 „Frame & Play“ Levels wird Stefan Bojic die neuesten Tricks spielerisch vorzeigen. Er fordert die Profis zum Nachahmen und Ausprobieren auf, aber auch jedermann kann sich versuchen die Herausforderung anzunehmen.

Quentin Gabler (8)


Mein Sohn Quentin (gerade 8 geworden) spielt Tennis mit mir (keine Ahnung wie alt…) in der Hitze von Florida!

My son Quentin (just 8) practicing tennis with me (forgot my age) in the heat of Florida… ‪#‎tennis‬ ‪#‎usta‬ ‪#‎florida‬

Tennis Artist Stefan Bojic fordert Andy Murray und Marin Cilic



Dieses Mal spielt das Thema Fußball eine bedeutende Rolle, denn die Profis müssen einen Tennisball abwechselnd zunächst mit dem Rahmen des Tennisschlägers und dann mit dem Fuß hoch und runter kicken. Frame and Play Level 7 „Kicks“ scheint zunächst leicht zu sein, stellt sich allerdings als nicht so einfach heraus, wie es zunächst aussah und einige Profis benötigen mehr als nur einen Versuch, um die Aufgabe zu bewältigen.

Tennis Artist Stefan Bojic fordert Andy Murray und Richard Gasquet

Wenn Du nicht im richtigen Monat geboren bist, wirst Du nie Top 20 in der Welt!

Vor kurzem habe ich rein zufällig bemerkt, dass fast alle Tennisspieler in den ATP-Top 20 in den Monaten März bis September geboren sind.
Das legt die Vermutung relativ nahe, dass es einen Zusammenhang zwischen Geburtsmonat und Erfolg im Tennis gibt.

Tatsächlich sind 80% aller Top 20 ATP-Tennisspieler in diesen 6 Monaten geboren. Es gibt lediglich 4 Ausnahmen.

Und hier die Geburtsdaten aller Top 20 Spieler (Stand ATP June 2015):

1. Novak Djokovic – July 17, 1995
2. Roger Federer – August 8, 1981
3. Andy Murray – May 15, 1987
4. Stan Wawrinka – March 28, 1985
5. Kei Nishikori – December 29, 1989 – Ausnahme
6. Tomas Berdych – September 17, 1985
7. David Ferrer – April 2, 1982
8. Milos Raonic – December 27, 1990 – Ausnahme
9. Marin Čilić – September 28, 1988
10. Rafael Nadal – June 3, 1986
11. Grigor Dimitrov – May 16, 1991
12. Jo-Wilfried Tsonga – April 17, 1985
13. Gilles Simon – December 27, 1984 – Ausnahme
14. Feliciano Lopez – September 20, 1981
15. David Goffin – December 7, 1990 – Ausnahme
16. Gael Monfils – September 1, 1986
17. Kevin Anderson – May 18, 1986
18. John Isner – April 26, 1985
19. Richard Gasquet – June 18, 1986
20. Tommy Robredo – May 1, 1982